© Anna Steiner

Wie kommt der Windstrom zu uns nach Hause?

Wie sieht so eine Windkraftanlage eigentlich von innen aus? Welche Leistung hat sie? Wie wird aus Wind Strom und wie kommt der aus dem Wind gewonnene Strom zu uns nach Hause?

Windkraftanlage mit Getriebe

Heutige Windräder werden mit drei Rotoren und einer horizontalen Achse gebaut. Heutiger Windräder machen sich das Auftriebsprinzip (vergleiche Damals, die Windmühlen) zunutze.

Die Rotorblätter sammeln die Kraft des Windes. Der Generator wandelt die durch die Drehbewegung des Rotors entstehende mechanische Energie in elektrische Energie um. Das Getriebe passt die geringe Rotordrehzahl an die vom Generator, in etwa 1500 Umdrehungen pro Minute, an.

Heute installierte Anlagen mit Getrieben haben eine Leistung von etwa 3 Megawatt, einen Rotordurchmesser von rund 100 Metern, eine Turmhöhe von rund 130 Metern. Und eine Rotorendrehzahl von 9 – 19 Umdrehungen pro Minute. Natürlich können Größe und Leistung der Windkraftanlagen je nach Bauart und Standort variieren.

Der Weg des Windes zu und nach Hause

Die Anbindung der Windräder erfolgt über den Trafo, mit dem die Niederspannung (rund 690 Volt bei einer Standard-Windkraftanlage) auf Mittelspannung (10.000 – 30.000 Volt) hochtransformiert wird. Ab hier erfolgt dann die Übergabe des Stroms an den Netzbetreiber.

Nächste Station ist das Umspannwerk. Es fungiert als Bindeglied: Vor Ort wird die Mittelspannung in Hochspannung für die Übertragung über weite Strecken umgewandelt. Die Schalthandlung erfolgt ferngesteuert von Leitzentralen.

Anschließend wird der Strom über das Hochspannungsnetz in die einzelnen Regionen verteilt und über das Mittelspannungsnetz in Gemeinden, Stadttteile und Industriebetriebe weitergeleitet. Hat der Strom sein Ziel erreicht, wird er von seiner aktuellen Spannung (30.000 Volt oder 110.000 Volt) in einem zweiten Umspannwerk auf 230 Volt transformiert.

Eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 5 Megawatt liefert pro Jahr rund 17 Millionen Kilowattstunden grünen Strom. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 4900 Haushalten mit insgesamt circa 14600 Personen.

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