Stromversorger: RWE kämpft gegen Windmühlen – Teil 2

Neues Problem: Die EEG-Reform

Für den ohnehin schon gebeutelten Stromversorger RWE bringt die Reform der Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die zum 1. August in Kraft trat, weitere Risiken mit sich. Der Konzern fürchtet Millionenlasten für seinen Braunkohletagebau, da das EEG vorsieht, die Umlagebefreiung der Industrie für den eigenen Stromverbrauch bis 2017 zu überprüfen. Wenn der selbst erzeugte Strom den Braunkohle-Tagebau umlagepflichtig würde, könnten dreistellige Millionenkosten auf RWE zukommen, fürchtet Konzernchef Peter Terium. Der Konzern würde eine solche Entwicklung nur schwer oder gar nicht verkraften. Die Situation des Unternehmens sei ohnehin schon prekär genug, so Terium weiter. Immerhin gehört die Braunkohle zu den gewinnträchtigsten Geschäftsfeldern des Unternehmens.

„Wer Kartoffeln aus dem eigenen Garten isst, muss dafür auch keine Mehrwertsteuer zahlen“, sagte Terium. Die Überprüfung der Eigenstrom-Befreiung für die Industrie war auf Drängen der EU-Kommission zustande gekommen.

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